Heimremis nach kuriosem Spielverlauf

Wurzen1_2013Tischtennis – Landesliga: TTV 1990 Wurzen – Post SV Görlitz 8:8

Nach dem zufriedenstellenden Saisonstart mit einer Punktausbeute von 3:1 empfingen die 1990er die weitereisten Gäste aus Görlitz und wollten an den letztwöchigen Heimerfolg anknüpfen. Der Auftakt verlief spektakulär – was sich im weiteren Spielverlauf allerdings als zu reibungslos herausstellen sollte…

Nach den Eröffnungsdoppeln lagen die Muldenstädter wiederholt unerwartet deutlich 3:0 in Führung und bewiesen dabei Nervenstärke: Berger/Wittmer schlugen Rönisch /Rothardt glatt und Späthe/Kabus behielten im Entscheidungssatz die Oberhand über Seidler/Alter. Eine Überraschung gelang erneut Schräpler/Seichter, die das Einser-Duo Schubert/Barthel 3:2 in die Knie zwang.

Im Oberhaus hielt sich Daniel Berger anschließend schadlos gegen Rönisch (3:0), während David Wittmer seinem Kontrahenten Schubert beim knappen Dreisatzerfolg den Zahn zog. Nachdem Marco Schräpler einen kämpferischen Fünfsatztriumph über Barthel erzielte, stand zwischenzeitlich ein klarer und eigentlich vorentscheidender 6:0-Vorsprung zu Protokoll. Dass Felix Späthe bei der Viersatzschlappe gegen Seiler erneut seinem Trainingsrückstand Tribut zollen musste war angesichts des Spielstandes verschmerzbar. Auch nachdem die Ringelnatzstädter Jörg Kabus und Michael Seichter im unteren Paarkreuz gegen die spielstarken Grenzstädter klein beigeben mussten (0:3 gegen Rothardt bzw. 2:3 gegen Alter), ging es mit einem beruhigenden 6:3-Vorsprung in die zweite Einzelrunde. Dabei lagen die Hoffnungen gleich auf dem Oberhaus der Wurzener – erst Recht nach den Ergebnissen der ersten Runde.

Im Spitzeneinzel des Tages kassierte D.Berger gegen seinen sich steigernden Widerpart Schubert nach vier Durchgängen überraschend seine erste Saisonpleite, während einem verkrampften D.Wittmer gegen Allrounder Rönisch lediglich ein Satzerfolg gelang. Die Führung war dahin – nun Begann auf Wurzener Seite das „große Zittern“. Einen wichtigen weiteren Zähler fuhr anschließend in der Mitte Kapitän M.Schräpler ein, indem er Seiler beim 3:1-Erfolg nicht zur Entfaltung kommen ließ. Am Nebentisch war der 17:19-Verlust des zweiten Satzes matchentscheidend für F.Späthes Dreisatzniederlage gegen Barthel. Nun lag es beim 7:6 am unteren TTV-Drittel, eine gute Ausgangslage für das sich abzeichnende Entscheidungsdoppel zu schaffen. J.Kabus stand nach erfolgreicher Aufholjagd und 6:2-Führung im fünften Durchgang kurz vorm Erfolg, musste aber noch Alter gratulieren. Da parallel M.Seichter gegen Rothardt zu selten ins Spiel fand (1:3), war die Partie endgültig gedreht und die Muldenstädter standen kurz davor, gänzlich leer auszugehen. Die Abschlusspaarung war ein Spiegelbild des Nachmittags – nach Zweitsatzführung ging es gegen Schubert/Barthel noch in den Entscheidungssatz, welchen Berger/Wittmer letztlich sicher für sich gestalten konnten und das Unentschieden sicherten.

Nach klarer 6:0-Führung und anschließendem unerklärlichen 7:8-Rückstand vorm Abschlussdoppel müssen und können die Keksstädter mit dem Punkterfolg zufrieden sein. Starke vier TTV-Doppelsiege reichten dabei nicht zum Sieg – das hat durchaus Seltenheitswert und brachte nicht nur den Zuschauern ein Wechselbad der Gefühle. Gegen Großnaundorf wird diese Leistung nicht reichen…

Punkte:                               Schräpler 2,5; Berger und Wittmer je 2; Späthe, Kabus und Seichter je 0,5

Veröffentlicht in News